Empowerment - wir schauen über den Tellerrand

Das Projekt „Empowerment - wir schauen über den Tellerrand“ ist ein Projekt der PSG Augsburg und wird als Integrationsprojekt gefördert vom Bayerischen Jugendring.

Ein Projektstandort war und ist weiterhin Augsburg Oberhausen.

Dort finden jede Woche Gruppenstunden statt. Die Grundsäulen der PSG basieren auf der Basis eines gelebten Empowerment. Praktisch umgesetzt wird das Projekt in der Pfarrei St. Peter und Paul. Dort treffen sich seit 2011 multikulturelle Pfadfinderinnengruppen, Mädchen im Alter von 7 – 15 Jahren, zu wöchentlichen Gruppenstunden. Es fanden Kooperationen mit verschiedenen Schulen und Vereinen statt.

Ein weiterer Projektstandort wurde die Stadtmitte mit der Gründung einer Wichtelgruppe im Mai 2019.

Wir schauen über den Tellerrand hinaus! Von der Integration zur Inklusion

 

In diesem Projekt wird ein erweiterter Begriff von Inklusion verwendet:

  Inklusion ist die Fortsetzung davon, dass alle Menschen unabhängig von den individuellen Voraussetzungen wie z.B. z.B. Alter, Herkunft, Religionszughörigkeit, Bildung, individuellen Merkmalen Teil der Gesellschaft sind. In einer inklusiven Gesellschaft können alle Menschen in ihrer Verschiedenheit und Individualität gleichberechtigt miteinander leben und an allen Lebensbereichen selbstverständlich teilhaben.
Unterschiede werden als Bereicherung gesehen, Vielfalt ist willkommen und wird wertgeschätzt.

 Nachdem die Fortsetzung vom Projekt bewilligt wurde startete es mit einer Vorstellung im Februar 2020. Leiterinnen aus der Innenstadt und Oberhausen, Mitarbeiterinnen der PSG Augsburg und Interessierte sind zusammen gekommen. Nach einer Begrüßungsrunde mit Blick über den Tellerrand gab es bei kulinarischen Genüssen eine Vorstellungsrunde zum Gedanken "Ich bin anders als die anderen - was macht mich so besonders?"

Die Vielfalt der Gedanken von jedem Einzelnen dazu, was Inklusion sein kann, war spannend.

 Viele Ideen zur Umsetzung der vier Projektbausteine lagen nach dem ersten Treffen in der Luft! 

Inklusion kreativ

  • Eigene Lebensräume wahrnehmen und präsentieren, z.B. Kurzfilme mit Smartphone erstellen oder einer Fotoausstellung
  • Spezialabzeichen der PSG zum Thema „Inklusion“ entwickeln
  • Theaterprojekt als eine Form der Auseinander-setzung mit verschiedenen Kulturen, Lebens-welten und Erfahrungen.
  • Figurentheater und Spiel – kreatives Handeln
  • Aktionen zum Thema „Kinder-/ Menschenrechte“
  • Selbstbehauptungs- und Selbststärkungskurse
  • Kontakt und Begegnung im Ulrichsheim: Abbau von Berührungsängsten durch die Raumnutzung, selbstverständlicher Umgang zu Menschen in besonderen Lebenslagen

 Einbindung in die PSG

  • Kritische Überprüfung von verbandlichen Strukturen inwieweit diese Inklusion und Integration ermöglichen/ verhindern
  • Regelmäßige Gruppenarbeit in Altersstufen
  • Begleitung der jungen Leiterinnen bei der Übernahme von Verantwortung in der Gruppenleitung und Gestaltung der pädagogischen Arbeit.
  • Regelmäßige Leiterinnenrunden mit inhaltlichen und gruppenpädagogischen Themen.
  • Identifikation als Pfadfinderin durch Mädchenmitbestimmung, Versprechen, etc.
  • Durchführung Stammesversammlung mit ggf. Vorstandswahlen, u.a. Gründung eines Stammes in Oberhausen

 Erschließung neuer Räume

  • Stadtteilerkundung – Möglichkeiten entdecken, nutzen und gestalten unter dem Aspekt „Inklusion“: Räume für Mädchen, Barrierefreiheit, Spiel- und Gestaltungsräume in der Öffentlichkeit
  • Aufbau neuer Mädchengruppen u.a. einer inklusiven Caravellegruppe,
  • Mitgestaltung im Stadtteil durch die Teilnahme an öffentlichen Aktionen
  • Begegnung mit unterschiedlichen Zielgruppen z.B. den Bewohner*innen des Ulrich-heimes oder den Besucher*innen des Cafe „Tür an Tür“

 Kooperation und Vernetzung

  • Kontakt mit den Schulen in den Stadtteilen
  • Zusammenarbeit mit dem Sonderpädagogischen Förderzentrum bzw. Ulrichsschule
  • stärkere Zusammenarbeit mit dem Kinder-zentrum und der Gregor Jugendhilfe
  • Begegnungsmöglichkeiten mit den Bewohnern vom Ulrichsheim schaffen
  • Mitwirkung in der Pfarreiengemeinschaft St. Peter und Paul
  • ARGE Oberhausen – Oberhausener Advent
  • Beteiligung am Ulrichsfest, Stadtteilfest
  • Runder Tisch Mädchenarbeit der Stadt
  • Mädchentreff im Café „Tür an Tür“ – einer Einrichtung für geflüchtete Menschen so-wie
  • Flüchtlingsheime in der Ottostraße und im Fabrikschloss

 Projektleiterin ist Angelika Albrecht - Schaffer

Kontakt:angelika@psg-bayern.de

 Mehr Informationen dazu unter https://augsburgstadt.psg-augsburg.de/wir-schauen-ueber-den-tellerrand.html